Manu3110: Hat denn der controller offiziellen Linux support?
Nein, leider nicht.
Offiziell unterstützt das Teil nur Win (dinput, xinput), Android, MacOS und NSwitch.
Bei letzterer kann man sogar die Konsole mit dem Controller aufwecken. Das ist der einzige Controller, neben dem von Nintendo, von dem ich weiß, dass der das kann.
Die anderen Modi hab ich noch nicht mit Linux getestet.
Auch so hat der Controller eine tolle Verarbeitungsqualität und viele Features.
Es gibt auch eine Hülle für den Controller dazu.
Die Sticks und Trigger des Controllers funktionieren per Hall-Effekt. Sprich, magnetisch.
Die normalen Sticks haben zur Positionsabfrage einen Trimmpotentiometer.
Dieser nutzt sich durch Reibung irgendwann ab und wird ungenau.
Ich hab mir das Ding eigentlich genau darum gekauft: Ich hatte einfach keinen Bock mehr die Sticks zu tauschen.
Geht zwar einfach zu löten aber man wird halt faul. =D
Mein 8BitDo leidet nämlich auch schon am "Stick Drift". Nach drei Jahren. (Da löt ich aber trotzdem neue Sticks ein. Kann den ja nicht einfach wegschmeißen. ;-)
(Zum Vergleich: Mein XB360 hat, bei ähnlich intensiver Nutzung, acht Jahre gehalten, bevor ich da die Sticks getauscht habe.)
Die Facebuttons (A, B, X, Y) sind übrigens mechanisch und können sogar getauscht werden ohne, dass man das Pad zerlegen muss.
(Wie bei einer mechanischen Tastatur.)
Den Controller kann man auch direkt per diverser Tastenkombinationen unterschiedlich konfigurieren. Sensitivität der Sticks und Trigger, Vibrationsstärke etc. Sehr cool.
Es gibt auch ein "Auto-Pilot-Gaming"-Feature. So was wie eine Art Makro-Funktion. Man drückt einen Knopf, drückt dann diverse Tasten und bei erneuter Betätigung des Knopfes, werden die zuvor aufgenommen Tastenanschläge ausgeführt. Ganz nett aber ich hab dafür keine Verwendung.
Auch die Firmware lässt sich intuitiv flashen. Controller per USB an den PC stöpseln, Tastenkombination drücken, dann wird der Controller als Wechseldatenträger erkannt und man muss nur noch das Firmware-File auf das Pad kopieren. Auch eine coole Idee.
Jedenfalls...
Hab ich die Lösung eigentlich nur durch herumprobieren herausgefunden.
Hätte ich nicht schon Erfahrung, und damit eben auch diverse Ideen, gehabt, hätte ich das Ding wohl zurückgeschickt.
Jemand der nicht so afin mit dem Thema ist, hätte sicherlich kapituliert.
Positiv ist auch, dass jetzt der "Vibrations-Bug" wohl der Geschichte angehört.
Das Problem hatte ich bisher in
- Horizon Zero Dawn
- Tomb Raider Reboot-Trilogie
- Die Mittelerde-Spiele
- Elex II
Daher freue ich mich nun, dass ich jetzt noch entspannter Zocken kann.
Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, was nun dazu geführt hat, dass das Teil läuft.
Meine damaligen Versuche mit xpadneo waren ja eher kontraproduktiv.
Es kann natürlich auch möglich sein, dass, auf einem anderen System mit andere sdl-Version, nur der Treiber reicht und keine SDL-Map benötigt wird.
Müsste ich mal auf meinen anderen Linuxen testen.
Was mich bei dem Pad aber ein bisschen stört, sind die Plus-Minus-Tasten und die Bumper (Schultertasten R1, L1).
Letztere sind einfache SMD-Mikrotaster. Ähnlich wie beim X360-Pad, jedoch vom Feedback eher wie Omron-Mikrotaster, wie man sie von Mäusen kennt.
Dazu hab ich kein Vertrauen. Sie fühlen sich aber auch nicht billig an.
Ersteres nervt mich nur durch die Haptik, Der Druckpunkt ist gut aber Position und Form nerven halt. Da schreit der Monk in mir auf. =D
Das Platinen-Layout bzw. die Verteilung der Bauteile über zwei Platinen finde ich auch irgendwie ein wenig unschön.
(Zwei der Facebuttons befinden sich auf einer Platine, nebst Sticks, die anderen Beiden auf der anderen Platine, nebst den restlichen Knöpfen.)
Wird dann halt ein bisschen aufwändiger, wenn man mal was reparieren will.
Das Gehäuse ist zudem geclipst (und mit Philips-Schrauben verschraubt).
Übrigens: Ich besitze nur ein Gerät, welches offiziellen Linux-Support hat: Ein Grafiktablet von XP-Pen.