Foggerle: John Carter: Wer mehr von der Geschichte will sollte die Bücher von Edgar Rice Burrows (Ja, der Tarzanschöpfer) lesen. Die sind selbst ein Jahrhundert nach ihrem Erscheinen (ab 1917) noch absolut lesenswert (wenn auch stellenweise doch das damalige Weltbild etwas durchschlägt) und sollten den Wunsch nach einem Happy End zur Genüge entsprechen^^
Wem diese Bücher gefallen, der kann sich übrigens auch Burrows Venuszyklus ansehen, der schlägt in dieselbe Kerbe.
Valerian: Schön hier so viele zu treffen die ebenso wie ich bedauern das es da keine Fortsetzung geben wird weil er so gefloppt ist. Ich war damals schon im Kino begeistert und bin es noch heute. Leider ergeht es irgendwie zu vielen guten Geschichten so: Der goldene Kompass (wobei der ja jetzt als Serie eine zweite Chance bekommt), Battleangel Alita, Enders Game oder Ghost in the Shell sind nur ein paar Beispiele die mir so in der Schnelle einfallen. Man bekommt den Eindruck dem Zuschauer wird keine halbwegs komplexe Geschichte mehr zugetraut.
Da muss ich jetzt aber was zu sagen.
Die Filme waren weit unterhalb der Möglichkeiten ihrer Vorlagen und sind mMn allesamt zu Recht geflopt.
Mehr noch da von der Komplexität der Geschichten zum Teil ordentlich was weggeschnitten wurde um das Ding dümmer zu machen.
John Carter war irgendwie langweilig. Mehr habe ich dazu nicht in Erinnerung.
Irgendwelche Konflikte wurden meines Wissens aber einfach übergangen.
Schlimmer war aber Valerian, den ich volle Vorfreude im Kino gesehen habe. Ja, der Film hatte seine optischen Momente. Aber die Chemie zwischen den Hauptdarstellern hat irgendwie so überhaupt nicht funktioniert und ihm habe ich den Valerian schlichtweg nicht abgenommen.
Dazu kam leider häufig, dass es vorrangig um den optischen Effekt ging. Alleine dieses durch die Wände durchlaufen war klar einfach nur auf den optischen Effekt in 3D aus. Sowas kann ich echt leiden...
Und so dermaßen vorhersehbar erzählt...
Der goldene Kompass war auch einfach kein guter Film. Und der FIlm hat es nicht geschafft seine Welt irgendwie zu etablieren. Auch hier wurde vereinfacht und ausgelassen.
Battleangle Atila habe ich noch nicht gesehen. Ist in seinem Original sehr erfolgreich.
Aber Ghost in the Shell. Die Franchise hat 5 Filme, eine Serie mit 2 Staffeln und dann noch eine relativ neue Miniserie (die in einem der Filme mündet) und als eine Art Originstory dient.
Auch wenn Letztere nicht durchweg gut aufgenommen wurde (da es durchaus mit dem Manga bricht), war es alles durch die Bank 1000x besser als der Realfilm. Denn in dem ging es am Ende nur um die Frage "welcher Mensch war ich".
Wenn doch die eigentliche Frage immer lautete wo die Grenze des Mensch-seins liegt. (und ob der Major noch ein Mensch ist). Besser verwässern konnte man das echt kaum. Aber Hauptsache es wurde versucht irgendwelche "ikonischen" Szenen nachzuäffen.
Ich weine der bisher gescheiterten Realverfilmung (und Amerikanisierung) von Cowboy Beebop keine Träne nach und fürchte mich vor der US-Version von Your Name (das Original aber unbedingt ansehen!).
Und Enders Game.
Lass mich blos in Ruhe mit dem Film.
Die Rolle eines 6-Jährigen leidlich gut auf einen 14 Jährigen umgeschrieben (der sich noch immer oft wie 6 verhält und unter Beibehaltung nicht mehr passender Regeln der Welt. was zu zeitlichen Konflikten führt...), gespielt von einem 16jährigen Babyface, im Deutschen mitten im Stimmbruch. Denn was will man mehr als die sich überschlagende Stimme eines Teens.
Und um der Sache die Krone aufzusetzen lasse ich einen großen Teil des psychologischen Spieles mit dem Jungen weg, verrate dem Zuschauer die großen Wendepunkte der Handlung weit vor dem Hauptcharakter (und weit früher als im Buch).
Und dann lasse ich noch den politischen Hintergrund der gespaltenen! Menschheit und ihrer Fraktionen weg (quasi ein Ost-West-Konflikt), der fast in einem Krieg mündet - und mache eine in Feindschaft geeinte Menschheit draus.
Weil die Darstellung der politischen Ränkespielchen durch Enders Geschwister ja "zu langweilig" in der Darstellung gewesen wäre.
So eine Vergewaltigung des Orginalstoffes darf nicht erfolgreich sein... Das ist einfach nur scheiße.
Ähnlich lief es dann bei der Verfilmung der Avatar Serie. Und da rechne ich die (zugegeben) unglückliche Umkehrung der Hautfarben nicht mal ein.
Ich mach mich dann noch etwas unbeliebter.
Ich kann nicht nur mit den Nohlan Batmans nicht viel anfangen, ich kann mit diesem Regisseur generell nicht viel anfangen. Und auch als Autor nicht.
Er ist besser als J.J. (auch manchmal Jar Jar) Abrahms, der nunmehr Star Trek und Star Wars gegen den Baum gefahren hat. Aber wirklich gut finde ich keinen seiner Filme.
Bei Tron Legacy hatte ich vor allem ein Problem mit dem digitalen Deaging. Das war grauenhaft.
Sonst war der ganz cool. Kommt aber nicht an den 1. ran.
Über Titanic und Pocahontas in blau breite ich den Mantel des Schweigens genau so aus wie über Mist wie Armageddon, Deep Impact oder generell der ganzen Filmgraphie von Michael "awesome" Bay. Wobei ich Pain and Gain durchaus witzig finde. Vermutlich weil er einfach nur bitter zynisch am Rande der Menschenverachtung balanciert.
Aber um mal auf eine positiven Note zu enden.
Ich bin ja so ein Freund eher nicht ganz so bekannter franz. und japanischer Filme.
Die Franzosen haben oftmals so einen eigenen Stil dabei, der sie aus der Masse hervorhebt.
Ich hatte sehr viel Spaß mit den beiden Largo Winch Filmen.
Sicherlich nicht die besten Filme ihrer klasse aber absolut Stilsicher und rasant inziniert.
Mit einer grandiosen Atmosphäre versehen ist Vidoque
Optische Eindrücke gibt es per Musikvideo (ist ein offizielles)
youtube.com/watch?v=GG8sGlUcvTM
Wenn es einfach nur sehr ordentliches Geballer sein darf, einfach mal einen Blick auf Das tödliche Wespennest werfen.
Aber das nur am Rande.
Viel mehr empfehle ich die Arbeiten von Jean Marie Jeunet. Bekannt ist sicherlich die Amelie. Aber Delikatessen und Stadt der verlorenen Kinder sind so voll mit grandiosen Einfällen und skurrilen Ideen, dass es ein Fest ist.
youtube.com/watch?v=Tg3V8HDK5go
Wenn es um Nohlan geht, dann fällt mir immer als erstes Paprika ein.
Das ist ein grandioser Film über Träume.
Und dann noch, wie ich mir ein gut gemachtes Finale eines Filmes vorstelle (und um ein paar Kudos in die USA zu senden).
youtube.com/watch?v=8BxDpOu3cD0
Promentory in voller Länge in Der letzte Mohikaner.
Außerdem volle Empfehlung für Drive und A Beautiful Day.
Gibt noch mehr, aber ich bin langsam müde.
Im Übrigen kann ich mit Hans Zimmer and Friends wenig anfangen.
Das Prínzip, eine irgendwie grundlegende Simphonie zu schreiben, die an sich schon recht generisch ist, und dann einen Haufen zuarbeitende Komponisten drüber bügeln zu lassen, führt zu wenig erinnerungswürdigen Soundtracks.
Wer mir nicht glaubt, einfach mal die absoluten eindeutigen, quasi den Film charakterisierenden Musikstücke weglassen und dann fröhlich Zimmer mischen.
Ihr werdet nicht wissen ob ihr grade in der Karibik oder bei den Transformern oder sonst wo seid. Es ist alles der gleiche orchestrale Einheitsbrei. Aber das ist auch nicht verwunderlich, wenn man quasi den Markt der Musikuntermalung von Filmen dominiert. Es kommt nur selten vor und ist dann sofort deutlich höhbar, wenn mal ein Anderer ran darf. Drive hat mich damals akustisch wirklich (positiv) überrascht.
Ich bevorzuge es einfach, wenn ein Soundtrack mir einfach sofort den Film oder die Serie in den Kopf ruft.
Aber das gibt es eher im japanischen mit solchen Komponisten wie Yoko Kanno (die in jedem Werk anders klingt), der Yuki Kajiura ("In the land of twilight, under the moon", einfach mal reinschauen), Susumu Hirasawa (ich kann nicht mal beschreiben was für Musik der macht) und einigen Anderen.
Sowas wie Green Bird, Sadame, GoGo Cactusman, Torkuia, Credens Justitiam, Inner Universe, The Girl in Byakkoya, Canta per me oder Komm süßer Tod machen bei mir einfach sofort klick.
Während ich beim Jack Sparrow Theme von Fluch der Karibik halt den Kerl vor mir habe - aber keine spezielle Szene.