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Nielisah: Die wahre Frage, die wir uns stellen sollten. "Kommt zu wenig Geld, vom Verkaufspreis bei den Entwicklern an?"
Haargenau. Es geht um die Frage, welchen Wert man kreativer Arbeit beimisst. Selbst im langweiligsten 08/15-Spiel steckt jede Menge kreativer Energie. Es ist wie bei Büchern: Was macht ein Buch aus? Das Papier, der Einband oder die Geschichte, die es erzählt?
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Allgemein könnte man sagen, ja Spiele sind zu günstig bzw. müssten eigentlich noch teurer sein weil, wie schon erwähnt, jede Menge Arbeit und Kreativität dahinter steckt, aber:

Unabhängig davon, ob man es sich leisten kann oder nicht, würde ich den Preis für mich immer so bewerten wie es die allgemeine "Qualität" hergibt.

Ja, in jedem Spiel steckt viel Arbeit und kreative Energie.

Aber wie wurde diese Arbeit, diese Energie genutzt?

Und vor allem, wer hat da das meiste investiert?

Wenn ich ein Spiel bekomme, in dem dann vielleicht noch der Publisher drin herumgepfuscht hat oder die Entwickler allzu stark unter Druck gesetzt hat, dann bezahle ich lieber weitaus weniger dafür. Daraus resultierende technische Probleme sind ein weiteres Kriterium dafür.

Wenn ich aber weiß, dass die Entwickler womöglich das meiste Geld dafür bekommen, dann bezahle ich auch den Vollpreis, wenn alles andere stimmt.

Mein liebstes Beispiel ist hier Witcher 3. Auch wenn es für mich trotzdem seine Schwächen hat, hab ich den Vollpreis (49,99 €) gerne bezahlt.
Den Preis hab ich locker "abgezockt" (auf Spielzeit gerechnet).

Und wenn ich da GOG mit in die Gleichung aufnehme, welche ja auch noch Arbeit investieren um die Spiele auf neuen Systemen lauffähig zu machen, dann gebe ich da noch mal gerne ein paar "Mark" aus.

@Lucumo hat auch einen interessanten Fakt erwähnt.
Denn das digitale Spiel an sich hat erst mal einen Gegenwert von 0 €.
Lizenzen (für Spiele, nicht die Rechte) und Codes kosten so gesehen ja auch erst mal nichts, bzw. verursachen erst mal keine weiteren Kosten.

Interessant wird es eben erst dann, wenn der Konsument ins Spiel kommt.

Denn wir sind diejenigen, die einer solchen Sache den Wert beimessen.

Letztlich kann nur jeder für sich selbst entscheiden, ob der Preis gerechtfertigt ist. Das liegt dann eben auch am Verdienst.

Und manches halte ich eben auch für überzogen.
Die Publisher testen damit auch nur unsere Kotzgrenze.
Und wenn es eben genug Schäfchen gibt, die den Preis zahlen, dann macht man das eben so.

Da sind wir selbst schuld.

Ist wie mit Apple. Da bezahlt man den Preis auch nur für den "LifeStyle".

Meine persönliche Meinung lautet also:
Zwiegespalten.
Für mich sind Spiele mittlerweile wieder zu teuer. Sales werden mehr, aber die Rabatte werden niedriger.
Ausnahme sind dann eben besondere Spiele, wo ich weiß, dass ich da wirklich sehr oft und viel spiele.

Andererseits müssten sie, wie Eingangs erwähnt, eigentlich noch teurer sein.

Ich bin eben kein Freund der Publisher
Post edited May 01, 2021 by TheHexer_pcg
OH und ich dachte der neue Gott der seit ein paar Dekaden sein Unwesen treibt würde all das regeln. Zumindest wurde es Jahrzehnte lang durch seine Sprachrohre verbreitet, dass er alles regelt wenn man ihn nur machen ließe…..
Und da mit er etwas machen könne, wurden ja durch seine psychopathischen antihumanistischen Gläubigen die dummen, von Menschen erdachten Gesetze zu Gunsten seiner Göttlichkeit geändert.
Danach prahlten sie dann damit in ihrem erlesenen Club der Antihumanisten in Davos.

Die nennen ihren neuen Gott den „Markt“!
Und klingelt da was?

Privatisierung, Steuersenkung, Sozialstaatabbau, Deregulierung und den größten Niedriglohnsektor Europas
https://www.youtube.com/watch?v=vzUNwWpk6CE

Spiele kann man für den Preis verkaufen den andere bereit sind zu zahlen!
Und da die Eliten aus Wirtschaft und Politik skrupellos und bedenkenlos die Regeln zu ihren Gunsten ändern, mache ich mir keine Gedanken darüber, ob ich vielleicht zu wenig bezahle für ein in der Regel stark fehlerbehaftetes Produkt.
Die merken schon ,wenn sie vom Ast den sie absägen, runterfallen.

Schönes Wochenende noch, ich bin dann mal wieder weg. LOL POPCORN
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Count Leaves: Haargenau. Es geht um die Frage, welchen Wert man kreativer Arbeit beimisst. Selbst im langweiligsten 08/15-Spiel steckt jede Menge kreativer Energie. Es ist wie bei Büchern: Was macht ein Buch aus? Das Papier, der Einband oder die Geschichte, die es erzählt?
Oh, Gott! Lass uns nicht von Büchern anfangen sonst kriege ich Punkte am Hals, die leuchten im Dunkeln.

Ich habe früher für IT-Magazine geschrieben. Damals konnte man davon leben (wenn man Single war und eine feuchte Kellerwohnung behauste). Heutzutage sagen die Dir ins Gesicht: "Geld gibt es nicht. Aber Sie schreiben doch sowieso für die 'Exposure', richtig?"

Und Bücher - weißt Du wie viel bei einem Taschenbuch für 10 Euro bei den Autoren am Ende ankommt? Geschlagene 15-50 Cent!

Die Marge bei E-Books ist da schon deutlich besser, aber mehr als Kleingeld bekommt im klassischen Verlagswesen auch da kein Autor ab.

Wohlgemerkt: Brutto! Da gehen noch Steuern und Versicherung von ab.

Wenn Du überhaupt was kriegst, denn Du musst denen ständig hinterher laufen. Wenn so ein Publisher mit seinen Auszahlungen "nur" 8 Monate hinterher hinkt dann hast Du schon Glück gehabt. Meine Frau bekommt gerade die ersten Tantiemen aus 2018!

Davon "leben" kann heutzutage eigentlich niemand mehr wirklich. Da müsstest Du schon pornographische Literatur schreiben und pro Monat 1-2 Schmuddleheftchen auf den Markt werfen (Dinosaurier und Yeti-Pornos sollen sich übrigens prächtig verkaufen), um nach 2-3 Jahren ein erkleckliches Auskommen zu erwirtschaften. Wie viel das dann aber noch mit "Kreativität" zu tun hat sei mal dahin gestellt.
Post edited May 01, 2021 by Nervensaegen
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Nervensaegen: Und Bücher - weißt Du wie viel bei einem Taschenbuch für 10 Euro bei den Autoren am Ende ankommt? Geschlagene 15-50 Cent!
Wenn das stimmt frage ich mich doch ob die Buchpreisbindung nicht abgeschafft gehört. Den Kreativen dient sie dann sicher nicht.

Kann es sein das Du da etwas vergisst? Einige Autoren bekommen pro Buch tatsächlich einen kleinen Anteil, haben aber vorab einen Festbetrag für den Vertrag erhalten, der gar nicht so niedrig sein soll. Fachbücher sind unter Umständen Nullnummer, Belletristik und Biografien verkaufen sich viel besser. All das spielt da auch mit rein.

Ich bin da nicht so fit, aber muss mich da bald einarbeiten, da meine Tochter ein Roman veröffentlichen möchte. :)
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kultpcgames: Kann es sein das Du da etwas vergisst? Einige Autoren bekommen pro Buch tatsächlich einen kleinen Anteil, haben aber vorab einen Festbetrag für den Vertrag erhalten, der gar nicht so niedrig sein soll. Fachbücher sind unter Umständen Nullnummer, Belletristik und Biografien verkaufen sich viel besser. All das spielt da auch mit rein.
Haaaalt. Ja, du bekommst einen VORSCHUSS. Der Vorschuss wird aber verrechnet ;)

EDIT: Meine Frau hat seinerzeit einen Vorschuss von umgerechnet 450 Euro erhalten. Anschließend hat der Verlag dann aber auch 3 Jahre lang gar nichts gezahlt, bis der Vorschuss "verbraucht" war. Und das war auch nur, weil sich das Buch verkauft hat wie geschnitten Brot.

Das kriegt man allerdings auch nicht bei allen Verlagen. Erstveröffentlichungen landen oft auch bei Druckkostenzuschussverlagen. Da kriegst Du erstmal gar nichts sondern DU musst den VERLAG bezahlen, damit die Dein Buch verlegen.

Würde ich übrigens nicht empfehlen. Druckkostenvorschuss"verlage" sind reine Abzocke. Die meide ich wie die Pest.

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kultpcgames: Ich bin da nicht so fit, aber muss mich da bald einarbeiten, da meine Tochter ein Roman veröffentlichen möchte. :)
Ach, ist ja ein Ding! Kannst mich gern anschreiben falls ihr mögt. Ich bin da inzwischen ein wenig bewandert.

EDIT: Ich habe einen großen Pool an Autorenkontakten, Lektoren et cetera. Wäre möglich, dass ich eventuell vermitteln kann.
Post edited May 01, 2021 by Nervensaegen
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Count Leaves: Es ist wie bei Büchern: Was macht ein Buch aus? Das Papier, der Einband oder die Geschichte, die es erzählt?
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Nervensaegen: Und Bücher - weißt Du wie viel bei einem Taschenbuch für 10 Euro bei den Autoren am Ende ankommt? Geschlagene 15-50 Cent!
Ich weiß es. Meine Worte oben sind die hoch konzentrierte Essenz der Schriftstellerei.
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Nervensaegen: Würde ich übrigens nicht empfehlen. Druckkostenvorschuss"verlage" sind reine Abzocke. Die meide ich wie die Pest.
Den Eindruck habe ich auch gewonnen.

Ich frage mich warum dann überhaupt noch jemand schreibt? Träumen alle vom großen Durchbruch à la Harry Schlotter? Erst einmal im "Praktikum-Modus" auf dem Kreativen-Strich sich ausbeuten lassen und vielleicht irgendwann einmal (3 Jahre vor dem Renteneintritt) wirklich Geld damit verdienen?
@Nervensaegen @kultpcgames

Ich habe voM Buch Geschäft keine Ahnung, das einzige was ich immer mal wieder tue ist ein Buch lesen Meine letzte errungenschaft : https://www.piper.de/buecher/der-fall-julian-assange-isbn-978-3-492-07076-8

Aber abgesehen davon viel mir ein das ich vor einiger Zeit in einem Magazin (Aboniert) etwas zum Thema gelesen habe, zum glück gibt es das auch Online:

https://katapult-magazin.de/de/artikel/dauerbrenner-buch

https://katapult-magazin.de/de/artikel/warum-das-buch-trotzdem-ueberlebt

Ich denke das könnte euch interessieren.

Schönes Wochenende
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Nervensaegen: Und Bücher - weißt Du wie viel bei einem Taschenbuch für 10 Euro bei den Autoren am Ende ankommt? Geschlagene 15-50 Cent!
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Count Leaves: Ich weiß es. Meine Worte oben sind die hoch konzentrierte Essenz der Schriftstellerei.
Ah, in dem Fall: Viele Grüße an einen Kollegen/Kollegin!

"Mögen Deine Worte fließen und glänzen wie der Tau am Morgen. Möge Deine Tinte niemals austrocknen!"
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kultpcgames: Ich frage mich warum dann überhaupt noch jemand schreibt? Träumen alle vom großen Durchbruch à la Harry Schlotter? Erst einmal im "Praktikum-Modus" auf dem Kreativen-Strich sich ausbeuten lassen und vielleicht irgendwann einmal (3 Jahre vor dem Renteneintritt) wirklich Geld damit verdienen?
Nein, es geht den meisten (meiner Erfahrung nach) gar nicht ums Geld.

Es gibt schlicht keine Möglichkeit sich selbst und seinen Nachkommen ein besseres Geschenk zu machen als ein Buch.

Was habe ich denn noch von meinem Opa oder meiner Oma zum Beispiel? Ein paar vergilbte Fotos, irgendein Stück wertlosen Tant in einer Kiste. Viele Leute wissen ja gar nicht, wer ihre Uropas oder Uromas überhaupt waren.

Wie schön wäre es da doch auf ein Regal zeigen zu können und zu sagen: Dieses Buch da, das hat Dein Papa/Mama/Oma/Opa o.ä. geschrieben. Ich glaube, darum geht es ganz vielen Leuten, mit denen ich zu tun habe.

Geld verdient man heutzutage aber eher mit Dienstleistungen FÜR Autoren statt mit Publikationen.

Klar gibt es auch mal einen "Durchbruch" a la "50 Shades of Grey". Aber die sind heutzutage so extrem unvorhersehbar, das kann niemand planen. Dieses Glück erfährt vielleicht 1 Autor gegenüber 1 Million Leute, die es nicht schaffen.

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betalmand: Ich denke das könnte euch interessieren.
Vielen Dank dafür! Ich schaue da bestimmt bei Gelegenheit mal rein :)
Post edited May 01, 2021 by Nervensaegen
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betalmand: Ich denke das könnte euch interessieren.

Schönes Wochenende
Danke, Dir auch ein schönes Wochenende!
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Count Leaves: Ich weiß es. Meine Worte oben sind die hoch konzentrierte Essenz der Schriftstellerei.
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Nervensaegen: Ah, in dem Fall: Viele Grüße an einen Kollegen/Kollegin!

"Mögen Deine Worte fließen und glänzen wie der Tau am Morgen. Möge Deine Tinte niemals austrocknen!"
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kultpcgames: Ich frage mich warum dann überhaupt noch jemand schreibt? Träumen alle vom großen Durchbruch à la Harry Schlotter? Erst einmal im "Praktikum-Modus" auf dem Kreativen-Strich sich ausbeuten lassen und vielleicht irgendwann einmal (3 Jahre vor dem Renteneintritt) wirklich Geld damit verdienen?
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Nervensaegen: Nein, es geht den meisten (meiner Erfahrung nach) gar nicht ums Geld.

Es gibt schlicht keine Möglichkeit sich selbst und seinen Nachkommen ein besseres Geschenk zu machen als ein Buch.
Das stimmt bei Erfolg (und wenn man selbst die Rechte besitzt) allerdings auch im monetären Sinne.
Das ist dann wie bei erfolgreichen Musikern.
Die Rechte gelten bis 70 Jahre (oder länger) nach dem Tod des Autors und verssorgen noch kräftig die Enkel mit (auch als Lex Disney bekannt...).
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Nervensaegen: Und Bücher - weißt Du wie viel bei einem Taschenbuch für 10 Euro bei den Autoren am Ende ankommt? Geschlagene 15-50 Cent!
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kultpcgames: Wenn das stimmt frage ich mich doch ob die Buchpreisbindung nicht abgeschafft gehört. Den Kreativen dient sie dann sicher nicht.

Kann es sein das Du da etwas vergisst? Einige Autoren bekommen pro Buch tatsächlich einen kleinen Anteil, haben aber vorab einen Festbetrag für den Vertrag erhalten, der gar nicht so niedrig sein soll. Fachbücher sind unter Umständen Nullnummer, Belletristik und Biografien verkaufen sich viel besser. All das spielt da auch mit rein.

Ich bin da nicht so fit, aber muss mich da bald einarbeiten, da meine Tochter ein Roman veröffentlichen möchte. :)
Doch, es ist so schlimm. Früher haben (Deutschland) dank guter Gesetze die Autor*innen noch ganz ordentlich an den Tandiemen verdient. Da gab es nämliche mehrere Gerichtsentscheide/Urteile, dass die Verleger da ihre Drecksfinger von zu lassen haben. Ich kenne viele kleinere und auch ein paar Autor*innen, die zumindest relativ bekannt sind.
Eine hat als kleine (Gute) FanFiction Schreiberin angefangen. Und dann später "Rebellion der Synthetiker" veröffentlicht. (Einfach mal googeln)

Aber auch die, denen ich Twitter folge oder von Twitter kenne. Sind nur am schimpfen.
Denn seit dem EU-Leistungsschutzrecht. Also diese neue, völlig verblödete Urheberrechts-Regelung.
(Über die hattest du auch schon irgendwo mal geschimpft, bezüglich deiner Seite)

Seit dem haben viele Verleger gleich wieder ihre gierigen Hände ausgestreckt, und wollen wieder Beteiligung an den Tandiemen. Obwohl, haltet euch fest....obwohl das Leistungsschutzrecht noch gar nicht in Kraft getreten ist.
Diese Regelung ist genau das, was die Kritiker immer wieder gesagt haben.
Ein reines "Gesetz für Lobbyisten und die sogenannten Verwertergesellschaften."
Es schütz in keiner Weise die Kreativen selbst. Oder stärkt deren Rechte. Ganz im Gegenteil....

Das Beste aber ist....das es nun sogar Pläne gibt, die es verbieten sollen, das man irgendwas veröffentlich darf.
Ohne Mitglied einer sogenannten Verwertergesellschaft zu sein. Dann haben wir (wenn es so kommt) bald die GEAM für Autor*innen.
Ob du willst oder nicht, du musst dann über einen Verleger veröffentlichen, der Mitglied dieser GEMA für Autoren/Autorinnen ist.

Sollte es nicht so kommen. Gibt ja Widerstand.
Dann würde ich dir/deiner Tochter empfehlen. Selbst zu veröffentlichen, wenn sie soweit ist. ;-)
Gibt einige Plattformen, die selbstständige Nachwuchs-Autoren/innen sowas ermöglichen.

Wenn du dazu mehr erfahren möchtest, schreib mich doch einfach mal per PN an.
Musst nur ein paar Tage Geduld mitbringen. Bin momentan etwas depri und launisch.
Weshalb es eine Weile dauern kann, bis ich antworte.
Aber antworten tue ich, auf jeden Fall.
:-)

EDIT: Bei Vertägen mit Verlegern, muss man auch immer sehr vorsichtig sein.
Sonst ergeht es einem wie die Autorin, der Reihe "Vampire Diaries". (Ja, die komische Serie basiert lose darauf)
Die hat inzwischen die kompletten Rechte an ihren Verlag verloren. Der die Reihe von einem "Ghost Writer" hat fortführen lassen.
Post edited May 02, 2021 by user deleted
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randomuser.833: Das stimmt bei Erfolg (und wenn man selbst die Rechte besitzt) allerdings auch im monetären Sinne.
Das ist dann wie bei erfolgreichen Musikern.
Die Rechte gelten bis 70 Jahre (oder länger) nach dem Tod des Autors und verssorgen noch kräftig die Enkel mit (auch als Lex Disney bekannt...).
Na, schön wärs! Denn dazu muss der Verlag auch mitspielen.

Meistens tun sie das aber nicht. Erstmal rennst Du denen permanent hinterher, damit Du Dein Geld bekommst - sonst behalten die das einfach. Und dann muss der Verlag auch bereit sein, das Buch weiter zu verlegen. Ewig machen die das allerdings nicht, irgendwann bringt das keine Kohle mehr und Dein Buch wird schlicht nicht mehr gedruckt.

Dazu kommen noch manche Knebelverträge, bei denen Du quasi Namensrechte o.ä. dauerhaft mit veräußerst. Oder die gar irgendwelche Ansprüche auf die gesamte zukünftige Serie erheben, die Du noch gar nicht geschrieben hast.

Im Grunde musst Du das zu Lebzeiten und darüber hinaus aktiv managen. Du musst Lizenzen auch mal wieder von einem Verlag abziehen und neu vergeben. Einige Rechte verbleiben dabei jedoch beim Verlag. Manchmal musst Du einige Teile vielleicht sogar neu schreiben, neu formatieren, oder neue Cover beauftragen.

Wenn Du nicht gerade Walt Disney heißt, dann darfst Du mal gepflegt davon ausgehen, dass Dir dieses zurecht "Lex Disney" genannte Gesetz absolut gar nichts nützt. Davon profitieren nur die Großen der Branche, die Kleinen haben üblicherweise nichts davon.

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Nielisah: Dann würde ich dir/deiner Tochter empfehlen. Selbst zu veröffentlichen, wenn sie soweit ist. ;-)
Da gibt es allerdings auch einige Fallstricke.
Das fängt schon an bei dieser elenden Impressumspflicht. Nach deutschem Recht muss die Verlegerin im Buch eine ladungsfähige Anschrift angeben, welche sie auch selbst regelmäßig auf Post prüfen muss, denn es gilt die Zustellungsfiktion. Postfachadressen sind ausdrücklich nicht gestattet, es muss mindestens ein Haus an der Adresse stehen.

Das betrifft allerdings nur Veröffentlichungen in deutscher Sprache. Ich habe deshalb bislang darauf verzichtet, Werke auf Deutsch im Selbstverlag zu veröffentlichen. Es gibt Workarounds: Firmen, welche als Dein fiktiver Verleger auftreten und ihre Firmenadresse dafür hergeben - aber das lassen die sich meistens (leider) auch gut bezahlen.

EDIT: Ich bin übrigens gerade richtig froh darüber, hier unverhofft so viele Gleichgesinnte und/oder Kolleginnen und Kollegen zu finden.
Post edited May 02, 2021 by Nervensaegen
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Count Leaves: Haargenau. Es geht um die Frage, welchen Wert man kreativer Arbeit beimisst. Selbst im langweiligsten 08/15-Spiel steckt jede Menge kreativer Energie. Es ist wie bei Büchern: Was macht ein Buch aus? Das Papier, der Einband oder die Geschichte, die es erzählt?
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Nervensaegen: Oh, Gott! Lass uns nicht von Büchern anfangen sonst kriege ich Punkte am Hals, die leuchten im Dunkeln.

Ich habe früher für IT-Magazine geschrieben. Damals konnte man davon leben (wenn man Single war und eine feuchte Kellerwohnung behauste). Heutzutage sagen die Dir ins Gesicht: "Geld gibt es nicht. Aber Sie schreiben doch sowieso für die 'Exposure', richtig?"

Und Bücher - weißt Du wie viel bei einem Taschenbuch für 10 Euro bei den Autoren am Ende ankommt? Geschlagene 15-50 Cent!
Bücher sind auch extrem gut, was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht. Ich habe "The Count of Monte Cristo" (Penguin Classics) für 10,10€ gekauft und das hat über 1300 Seiten. Auf Amazon.de kostet es momentan sogar nur 9,18€. Ansonsten sowas wie "The Name of the Rose" für 11,40€ (jetzt nur noch 9,99€), "Les Misérables" (Penguin Classics) für 14,60€ und "Faust: Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust" für 10€. Wenn man mal schaut, neuere Bücher müssen auch gegen diese Klassiker bestehen, was sicherlich nicht einfach ist (ist auch eine gute Parallele zu PC-Spielen).
Lukrativer ist da vielleicht das von mir im ersten Beitrag genannte inoffizielle Mega-Drive-PIXELBUCH. Immerhin bezahle ich dafür 45€, wobei ich aber auch nicht beurteilen kann, was da nun genau alles drinsteckt. Immerhin ist es ein Hardcover mit Fadenbindung.