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morolf: Russland hätte einer Flugverbotszone nie zugestimmt,
Ja, das ist mir schon bewusst Ich hab ja extra noch gesagt was ich von der Ankündigung einer Flugverbotszone halte.
Immerhin habe ich es heute mal geschafft, mir die letzte Folge der Anstalt anzusehen, jetzt weiß ich endlich wieso die NoFlyzone seit 2 Wochen das heiße Anti Clinton argument ist.
Natürlich ist es müßig jetzt noch darüber zu diskutieren, wer der beschießenere Kandidat war. Aber es spricht trotzdem nichts dagegen, nicht einfach nur zu warten, sondern auch darüber zu diskutieren, was wir von Trump zu erwarten haben. Und das ist nach Faktenlage nunmal wenig gutes.
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morolf: Russland hätte einer Flugverbotszone nie zugestimmt,
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Jere: Ja, das ist mir schon bewusst Ich hab ja extra noch gesagt was ich von der Ankündigung einer Flugverbotszone halte.
Immerhin habe ich es heute mal geschafft, mir die letzte Folge der Anstalt anzusehen, jetzt weiß ich endlich wieso die NoFlyzone seit 2 Wochen das heiße Anti Clinton argument ist.
Natürlich ist es müßig jetzt noch darüber zu diskutieren, wer der beschießenere Kandidat war. Aber es spricht trotzdem nichts dagegen, nicht einfach nur zu warten, sondern auch darüber zu diskutieren, was wir von Trump zu erwarten haben. Und das ist nach Faktenlage nunmal wenig gutes.
Anstalt schaue ich nicht...ich hab das mit der Flugverbotszone aus englisch-sprachigen Medien (und zwar nicht irgendwelchen pro-Trump-fanatischen mit Verschwörungstheorien etc. wie das hier nahegelegt wird).
Ich verstehe aber wirklich nicht, was Ihr Euch so Furchtbares von Trump erwartet. Das Einzige, was ich bisher ansatzweise überlegenswert fand, war eine mögliche Destabilisierung der NATO, aber ich glaube eigentlich nicht, dass das so extrem kommt wie befürchtet.
Ansonsten...US-Innenpolitik ist jetzt nicht meine Priorität, ich glaube auch nicht, dass Trump da allen Unsinn aus dem Republikaner-Programm umsetzen kann oder wird.
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morolf: Ist aber im Grunde müßig, das jetzt alles zu diskutieren, wir müssen einfach abwarten, was Trump als Präsident tun wird und was nicht.
Sehe ich ähnlich. Letztendlich ist so, dass wir nie sicher sagen werden können, was unter Clinton passiert wäre. Wir können also auch nicht ausschließen, dass sie es schlechter als Trump machen würde und nicht sicher sagen, dass sie es besser gemacht hätte. Denn sie wird nichts machen (können).
Daher sollte man die Augen jetzt eher auf Trump richten. Aber auch hier finde ich es etwas zu früh um ihn vorzuverurteilen und den worst case auszumalen. Eben weil man Trump nicht so gut wie Clinton einschätzen kann.
Dass beide eine Katastrophe sind, darin sind wir uns eh einig.
Ich denke nicht, dass es ausschließlich um eine Vorverurteilung geht. Es wurde bereits gesagt: Das Wertemodell hinter Trump könnte nicht schlimmer sein. Wählt man ihn, wählt das gleichermaßen auch mit. Man kann nicht einfach sagen: Ach ja, so schlimm wird es schon nicht werden. Irgendwer wird am Schluss die Zeche auch hier wieder zahlen müssen. Ich habe Sorge, dass es dahingehend die Minderheiten an sich sind und wir gesamtheitlich einen Rückfall zu einem absolut konservativen Wertemodell erleben. Und was können wir hier machen wenn dann erzkonservative Richter von Trump ins Amt berufen werden und demokratische Grundrechte einfach so still und leise ignoriert werden? Davon ab: Kommendes Jahr sind Wahlen bei uns ebenso. Wir sollten uns auch damit befassen wie wir unseren Parteien schnellstmöglich beibringen mehr auf die Menschen zu hören! Andernfalls bekommen AfD und Co. noch mehr Zulauf.
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throgh: Ich denke nicht, dass es ausschließlich um eine Vorverurteilung geht. Es wurde bereits gesagt: Das Wertemodell hinter Trump könnte nicht schlimmer sein. Wählt man ihn, wählt das gleichermaßen auch mit. Man kann nicht einfach sagen: Ach ja, so schlimm wird es schon nicht werden. Irgendwer wird am Schluss die Zeche auch hier wieder zahlen müssen. Ich habe Sorge, dass es dahingehend die Minderheiten an sich sind und wir gesamtheitlich einen Rückfall zu einem absolut konservativen Wertemodell erleben. Und was können wir hier machen wenn dann erzkonservative Richter von Trump ins Amt berufen werden und demokratische Grundrechte einfach so still und leise ignoriert werden? Davon ab: Kommendes Jahr sind Wahlen bei uns ebenso. Wir sollten uns auch damit befassen wie wir unseren Parteien schnellstmöglich beibringen mehr auf die Menschen zu hören! Andernfalls bekommen AfD und Co. noch mehr Zulauf.
Ich finde das total hysterisch, aber ich muss zugeben, dass ich mich rechts der Mitte verorte. Für mich ist die AfD nicht das Böse, auch keine Nazi-Partei...aber dass die AfD 2017 in irgendeiner Weise an der Regierung beteiligt sein könnte, das glaubt doch niemand. Die anderen Parteien werden eine Koalition gegen sie bilden und bei jeder Gelegenheit versuchen, der AfD zu schaden.
Und was Trump gegen "Minderheiten" machen soll, ist mir auch unklar. Wenn er illegale Einwanderer ausweist, setzt er nur geltendes Recht um; wenn er amerikanische Staatsbürger wegen ihrer Herkunft diskriminieren würde (wofür es m.E. keinerlei Anzeichen gibt, dass er das tun will), würde das auch unter Konservativen in Amerika sehr negativ aufgenommen werden. Die Vorstellung, dass Trump ein fanatischer Rassist wäre, das ist doch abwegig.
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morolf: Ich finde das total hysterisch, aber ich muss zugeben, dass ich mich rechts der Mitte verorte. Für mich ist die AfD nicht das Böse, auch keine Nazi-Partei...aber dass die AfD 2017 in irgendeiner Weise an der Regierung beteiligt sein könnte, das glaubt doch niemand. Die anderen Parteien werden eine Koalition gegen sie bilden und bei jeder Gelegenheit versuchen, der AfD zu schaden.
Die AFD wird eine Regierungsbildung massiv erschweren. Es wird wieder auf eine Groko hinauslaufen und die konnte bisher auch keine entsprechenden Akzente setzen. Eine 3er-Koalition wird wohl auch kaum jemand wollen, zumal da wohl noch weniger herauskommen würde.
D.h. die AFD macht im neuen Bundestag nichts besser und wird nie eine wählbare Alternative sein. Nicht mal eine Bereicherung im Bundestag. Kurz: sie werden D nur schaden.
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morolf: Ich finde das total hysterisch, aber ich muss zugeben, dass ich mich rechts der Mitte verorte. Für mich ist die AfD nicht das Böse, auch keine Nazi-Partei...aber dass die AfD 2017 in irgendeiner Weise an der Regierung beteiligt sein könnte, das glaubt doch niemand. Die anderen Parteien werden eine Koalition gegen sie bilden und bei jeder Gelegenheit versuchen, der AfD zu schaden.
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classic-gamer: Die AFD wird eine Regierungsbildung massiv erschweren. Es wird wieder auf eine Groko hinauslaufen und die konnte bisher auch keine entsprechenden Akzente setzen. Eine 3er-Koalition wird wohl auch kaum jemand wollen, zumal da wohl noch weniger herauskommen würde.
D.h. die AFD macht im neuen Bundestag nichts besser und wird nie eine wählbare Alternative sein. Nicht mal eine Bereicherung im Bundestag. Kurz: sie werden D nur schaden.
Sehe ich anders, durch die AfD käme in wesentlichen Fragen wie der Migrationskrise wenigstens mal wieder eine Opposition in den Bundestag. Aber ich sehe schon, hier schreiben wohl vorwiegend Linke und Liberale, da will ich das Thema auch nicht diskutieren, zumal es ja mit Trump nicht wirklich was zu tun hat.
Ich gehe davon aus, dass nächstes Jahr in irgendeiner Form eine Dreier-Koalition kommen wird (RRG oder SGG), sowas passiert eben in dem Wahlsystem.
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morolf: Anstalt schaue ich nicht...ich hab das mit der Flugverbotszone aus englisch-sprachigen Medien (und zwar nicht irgendwelchen pro-Trump-fanatischen mit Verschwörungstheorien etc. wie das hier nahegelegt wird).
Ich verstehe aber wirklich nicht, was Ihr Euch so Furchtbares von Trump erwartet. Das Einzige, was ich bisher ansatzweise überlegenswert fand, war eine mögliche Destabilisierung der NATO, aber ich glaube eigentlich nicht, dass das so extrem kommt wie befürchtet.
Ansonsten...US-Innenpolitik ist jetzt nicht meine Priorität, ich glaube auch nicht, dass Trump da allen Unsinn aus dem Republikaner-Programm umsetzen kann oder wird.
Das Du die Anstalt nicht schaust glaube ich sogar, mir ist nur aufgefallen, das das Argument vor kurzem überall aufgetaucht ist.
Was wir alle so schlimmes von Trump erwarten? Das er sein Programm umsetzt wie er es angekündigt hat. Einige der erschreckendsten Punkte stehen schon auf Seite 1 in diesem Thread, hier nochmal zur erinnerung:
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Vainamoinen: Kleiner Einblick ins republikanische Programm:
http://www.ontheissues.org/Republican_Party.htm

Spaßig u. A.:
- Abschaffung der Abtreibung über eine Anpassung der Verfassung
- Abschaffung Homoehe über Anpassung der Verfassung, christliche Definition als "ein Mann eine Frau"
- Homosexuelle raus aus der Armee, Frauen dürfen nicht mehr in den aktiven Dienst
- US-Bafög wird abgeschafft, Studienkosten werden nur noch über Privatkredite geregelt
- alle Klimaabkommen sind hinfällig, die Zukunft heißt Rohöl
- politische Spenden haben keine Maximalhöhe mehr (Trumps Pläne für die ersten 100 Tage sehen allerdings insgesamt eher nach Korruptionsabbau aus)
- Stammzellen raus aus der Forschung, Zulassung von Medikamenten vor ausführlichen Tests zulassen
- 2000 Kilometer Mauer bauen, Kosten 100% dem bettelarmen Mexiko aufdrücken
- Affordable Health Care wird umgehend abgeschaft, Folgekonzept: "mal sehen"
- jeden einzelnen Zoll Syriens bombardieren
- die Scheiße aus Gefangenen rausfoltern
- Deportationspatrouillien streifen durch das Land
- politische Gegnerin wird eingesperrt
- Muslime müssen sich wie Pädophile in einer öffentlich einsehbaren Liste registrieren
- Flüchtlinge nehmen sie null komma null, ganz egal wieviele Kriege sie früher gegen die Region geführt haben...
Und komm bitte nicht wieder mit dem runtergebetteten "das wird der so alles nie durchkriegen". Niemand hat geglaubt, das er es durch die Vorwahlen schafft, geschweige denn das er Präsident wird. Selbst gegen Clinton nicht. Wer jetzt noch glaubt das er sein Programm nicht umsetzt, nur weil er bei Obamacare angedeutet hat etwas weniger abzuschaffen, als alles, der glaubt auch wirklich an alles. Hab ich weiter vorne auch schonmal geschrieben.
Dann wäre da noch der Punkt, das Trump Washington umkrempelt: Der Typ hat keinerlei Kontakte in dem Laden, und kennt sich im politischem Geschäft überhaupt nicht aus und der soll den Laden aufräumen, so das am Ende was besseres dabei rauskommt? Unter Trump werden eher die schlimmsten in Washington nach oben gespült und können dort noch hemmungsloser walten als sowieso schon.
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morolf: Sehe ich anders, durch die AfD käme in wesentlichen Fragen wie der Migrationskrise wenigstens mal wieder eine Opposition in den Bundestag.
Das ist zwar korrekt, aber es stellt sich die Frage, inwiefern uns das weiter bringt. Deren Vorstellungen sind ja nicht gerade eine Basis für eine Diskussion. Ihren Standpunkt kennt man auch ohne dass sie im Bundestag sind. Daher sehe ich diese Partei als ein Hindernis, welches in einer zerfahrenen Situation nur noch mehr schadet.
Dazu muss man bedenken, dass sie auch in anderen Bereichen Vorstellungen haben, wo ein Trump einem ja schon fast sympathisch rüberkommt.

Aber du hast Recht, wir schweifen hier etwas ab. Auch wenn ich im letzten Satz noch die Kurve bekommen haben.^^

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Jere: Was wir alle so schlimmes von Trump erwarten? Das er sein Programm umsetzt wie er es angekündigt hat.
Wäre ein unbekanntes bzw. verschwiegenes Programm denn besser? Als ob Politiker im Wahlkampf ihre Motive und Absichten immer offen auf den Tisch legen. Da musst du dich eigentlich bei jedem Politiker fürchten. Merkel ist da auch so ein Beispiel.

Nochmal: Trump-Wahlkampf sollte man nicht mit der tatsächlichen Politik verwechseln und 1:1 ummünzen.
Post edited November 13, 2016 by classic-gamer
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Jere: ,
Und komm bitte nicht wieder mit dem runtergebetteten "das wird der so alles nie durchkriegen". Niemand hat geglaubt, das er es durch die Vorwahlen schafft, geschweige denn das er Präsident wird. Selbst gegen Clinton nicht. Wer jetzt noch glaubt das er sein Programm nicht umsetzt, nur weil er bei Obamacare angedeutet hat etwas weniger abzuschaffen, als alles, der glaubt auch wirklich an alles. Hab ich weiter vorne auch schonmal geschrieben.
Dann wäre da noch der Punkt, das Trump Washington umkrempelt: Der Typ hat keinerlei Kontakte in dem Laden, und kennt sich im politischem Geschäft überhaupt nicht aus und der soll den Laden aufräumen, so das am Ende was besseres dabei rauskommt? Unter Trump werden eher die schlimmsten in Washington nach oben gespült und können dort noch hemmungsloser walten als sowieso schon.
Das bewerte ich teils anders, wenn Trump entschiedener gegen illegale Einwanderung vorgeht, halte ich das für legitim (dass Mexiko für die Mauer bezahlen muss, das ist doch nur einer seiner albernen Sprüche...aber "bettelarm" ist Mexiko übrigens auch nicht, das ist ein Schwellenland, nicht Burkina Faso). Ich glaube auch nicht, dass Abtreibung wirklich völlig verboten wird oder Homosexuelle verfolgt werden, schon allein deshalb weil auch die USA immer säkularer werden und die religiöse Rechte auf dem Rückzug ist.
So wie ich das verstehe, will Trump da vielleicht auch viele Rechte auf die Bundesstaaten übertragen, wenn es dann liberalere und konservativere Staaten gibt in diesen Bereichen, ist das ja auch nicht das Ende der Welt.
Post edited November 13, 2016 by morolf
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morolf: Sehe ich anders, durch die AfD käme in wesentlichen Fragen wie der Migrationskrise wenigstens mal wieder eine Opposition in den Bundestag. Aber ich sehe schon, hier schreiben wohl vorwiegend Linke und Liberale, da will ich das Thema auch nicht diskutieren, zumal es ja mit Trump nicht wirklich was zu tun hat.
Ich gehe davon aus, dass nächstes Jahr in irgendeiner Form eine Dreier-Koalition kommen wird (RRG oder SGG), sowas passiert eben in dem Wahlsystem.
Also: Die AfD besteht mit Sicherheit nicht nur aus Menschen, die sich lieber nach "alten Zeiten" sehnen - gelinde umschrieben. Aber wie classic-gamer auch sagte: Sie schaden der Allgemeinheit auch nur und sind keine "Alternative". Wir brauchen definitiv mehr Bodenständigkeit und keine Kampfansagen gegenüber Themengebieten, die noch riesige Baustellen sind. Beispiel "Einwanderung": Warum stehen denn viele Menschen vor der Haustüre? Nun jetzt könnte man argumentieren, dass Frau Merkel sie "eingeladen" hat. Das Argument hört man ja sehr häufig. Aber defakto versuchen sie nur das zu bekommen was JEDER möchte: Ein ruhiges Leben in Freiheit und einer normalen Versorgung. Migration und Einwanderung zu begrenzen respektive zu sagen, dass die lieber dort bleiben wo sie hergekommen sind - nein das ist generell gesprochen und nicht auf dich bezogen - verschiebt einzig nur die Verantwortung. Dann schicken wir die Menschen also zurück und verfahren dann einfach weiter: Heißt die Konzerne dürfen weiter plündern gehen, ihre Produkte möglichst kostengünstig andernorts produzieren und wir profitieren dann davon. Dann vermarkten wir uns noch weiter eine Runde selbst, werden etwas rückständiger in Punkto Frauenbild und natürlich bezeichnen wir dann auch alles was nicht heterosexuell ist als rückständig. Das sind nun wirklich spitzfindige Positionen und von mir auch übertrieben für den Moment dargestellt. Das Problem ist aber: Derlei findet man tatsächlich in so manchem Weltbild. Dabei geht es gar nicht darum, dass nun komplett zu verurteilen. Wenn man das für sich selbst toll finden mag, aber man darf daraus kein Gesamtbild basteln und einfach das besagte Gesellschaftsnarrativ umdrehen. Im Gegenteil: Selbiges muss bunt und offen verbleiben.

Trump ist ebenso fest verbunden mit den kommenden Bewegungen hier bei uns. Und ich bin der Meinung, dass sich aufgrund der steigenden Unzufriedenheit etliche Menschen mit demagogischen Tendenzen berufen gefühlt haben nun mitzumachen. Statt dann das Gespräch zu suchen wird dann gleich umgehend negiert - mit Verweis auf die anderen Beiträge. Ich kann mich nicht einfach in eine Filterblase setzen und von dort Allen vorschreiben wie etwas auszusehen hat, beidseits. Das geht nur in einem gemeinsamen Konsenz mit wirklich allen Mitgliedern einer Gesellschaft.
Wie kommst Du auf sowas abwegiges wie "ein verschwiegenes oder unbkanntes Wahlprogramm"? Das geht ja nun wirklich meilenweit am jeder Argumentation vorbei.
Anders als Merkel in Deutschland, muss Trump auch nicht in irgendeiner Koalition regieren. Er hat die Mehrheit im Senat und im Kongress und auch wenn beide Instanzen kontrollierend eingreifen können, der Präsident bleibt er.
Zu dem einwurf, das man Wahlkampf nicht mit Realpolitik verwechseln soll: Die Rede die er am Wahlabend gehalten hat, hätte verlogener nicht sein können, und zu Obamacare hab ich schon 2mal was geschrieben, wers bis jetzt ignoriert hat, nimmts auch beim dritten mal nicht wahr. Es gibt also null anlass von ihm etwas besseres zu erwarten, als das was er in der Vergangenheit bei jeder gelegenheit gezeigt hat.

@morolf: Wie sehr die religiöse Rechte in den USA auf dem Rückzug ist, hat man ja am Wahlabend gesehen. Ein guter Anteil seiner Stimmen stammt aus genau diesem Lager. Hier mehr rechte auf die Bundesstaaten zu übertragen dürfte Fatalere auswirkungen haben als du denkst. Dann hat das Land im Bible Belt bald wieder Staaten, in denen Homosexualität gleich ganz verboten wird. Da kann man sich als Ausenstehender dann natürlich leicht tun, und sagen, dann zieht man halt in einen anderen Staat, aber das sollte in einem Rechtsstaat ja wohl nicht die lösung sein.
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morolf: Sehe ich anders, durch die AfD käme in wesentlichen Fragen wie der Migrationskrise wenigstens mal wieder eine Opposition in den Bundestag. Aber ich sehe schon, hier schreiben wohl vorwiegend Linke und Liberale, da will ich das Thema auch nicht diskutieren, zumal es ja mit Trump nicht wirklich was zu tun hat.
Ich gehe davon aus, dass nächstes Jahr in irgendeiner Form eine Dreier-Koalition kommen wird (RRG oder SGG), sowas passiert eben in dem Wahlsystem.
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throgh: Also: Die AfD besteht mit Sicherheit nicht nur aus Menschen, die sich lieber nach "alten Zeiten" sehnen - gelinde umschrieben. Aber wie classic-gamer auch sagte: Sie schaden der Allgemeinheit auch nur und sind keine "Alternative". Wir brauchen definitiv mehr Bodenständigkeit und keine Kampfansagen gegenüber Themengebieten, die noch riesige Baustellen sind. Beispiel "Einwanderung": Warum stehen denn viele Menschen vor der Haustüre? Nun jetzt könnte man argumentieren, dass Frau Merkel sie "eingeladen" hat. Das Argument hört man ja sehr häufig. Aber defakto versuchen sie nur das zu bekommen was JEDER möchte: Ein ruhiges Leben in Freiheit und einer normalen Versorgung. Migration und Einwanderung zu begrenzen respektive zu sagen, dass die lieber dort bleiben wo sie hergekommen sind - nein das ist generell gesprochen und nicht auf dich bezogen - verschiebt einzig nur die Verantwortung. Dann schicken wir die Menschen also zurück und verfahren dann einfach weiter: Heißt die Konzerne dürfen weiter plündern gehen, ihre Produkte möglichst kostengünstig andernorts produzieren und wir profitieren dann davon. Dann vermarkten wir uns noch weiter eine Runde selbst, werden etwas rückständiger in Punkto Frauenbild und natürlich bezeichnen wir dann auch alles was nicht heterosexuell ist als rückständig. Das sind nun wirklich spitzfindige Positionen und von mir auch übertrieben für den Moment dargestellt. Das Problem ist aber: Derlei findet man tatsächlich in so manchem Weltbild. Dabei geht es gar nicht darum, dass nun komplett zu verurteilen. Wenn man das für sich selbst toll finden mag, aber man darf daraus kein Gesamtbild basteln und einfach das besagte Gesellschaftsnarrativ umdrehen. Im Gegenteil: Selbiges muss bunt und offen verbleiben.

Trump ist ebenso fest verbunden mit den kommenden Bewegungen hier bei uns. Und ich bin der Meinung, dass sich aufgrund der steigenden Unzufriedenheit etliche Menschen mit demagogischen Tendenzen berufen gefühlt haben nun mitzumachen. Statt dann das Gespräch zu suchen wird dann gleich umgehend negiert - mit Verweis auf die anderen Beiträge. Ich kann mich nicht einfach in eine Filterblase setzen und von dort Allen vorschreiben wie etwas auszusehen hat, beidseits. Das geht nur in einem gemeinsamen Konsenz mit wirklich allen Mitgliedern einer Gesellschaft.
Das sehe ich bzgl. Einwanderung ganz anders, ich finde auch nicht, dass man den Migrationsdruck nur mit dem Wirken westlicher Konzerne erklären kann (auch wenn da sicherlich einiges zu kritisieren ist). Dass niemand erwarten kann, dass allein die eigenen Wertvorstellungen zur gesellschaftlichen Richtschnur werden, sondern dass sowas ausgehandelt werden muss in einem demokratischen Prozess, ok, da sehe ich gegenwärtig aber wirklich nicht das Hauptproblem bei der AfD, die keinerlei Macht hat und teils heftigsten Angriffen (auch durchaus mit Gewalt nicht nur gegenüber Sachen, sondern auch Personen) ausgesetzt ist.
Gehört aber wirklich eigentlich nicht zum Thema hier und möchte ich auch nicht weiterdiskutieren.
Bezüglich Trump kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass jetzt der große rollback mit Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen kommt, das sind doch eigentlich eher Themen der religiösen Rechten, während Trumps Unterstützer auch viele eher säkular eingestellte Menschen umfassen, für die eher Themen wie Wirtschaft und Einwanderung zentral sind.
Aber müssen wir abwarten. Vielleicht wirds ja wirklich ganz schlimm, auf sowas wie bei Bush II habe ich auch keine Lust. Hoffentlich kommt es anders.
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Jere: Wie kommst Du auf sowas abwegiges wie "ein verschwiegenes oder unbkanntes Wahlprogramm"? Das geht ja nun wirklich meilenweit am jeder Argumentation vorbei.
Anders als Merkel in Deutschland, muss Trump auch nicht in irgendeiner Koalition regieren. Er hat die Mehrheit im Senat und im Kongress und auch wenn beide Instanzen kontrollierend eingreifen können, der Präsident bleibt er.
Zu dem einwurf, das man Wahlkampf nicht mit Realpolitik verwechseln soll: Die Rede die er am Wahlabend gehalten hat, hätte verlogener nicht sein können, und zu Obamacare hab ich schon 2mal was geschrieben, wers bis jetzt ignoriert hat, nimmts auch beim dritten mal nicht wahr. Es gibt also null anlass von ihm etwas besseres zu erwarten, als das was er in der Vergangenheit bei jeder gelegenheit gezeigt hat.

@morolf: Wie sehr die religiöse Rechte in den USA auf dem Rückzug ist, hat man ja am Wahlabend gesehen. Ein guter Anteil seiner Stimmen stammt aus genau diesem Lager. Hier mehr rechte auf die Bundesstaaten zu übertragen dürfte Fatalere auswirkungen haben als du denkst. Dann hat das Land im Bible Belt bald wieder Staaten, in denen Homosexualität gleich ganz verboten wird. Da kann man sich als Ausenstehender dann natürlich leicht tun, und sagen, dann zieht man halt in einen anderen Staat, aber das sollte in einem Rechtsstaat ja wohl nicht die lösung sein.
Ich hab jetzt keine Lust zu googlen, aber die Zahl von religiös Ungebundenen oder sogar Atheisten ist auch in den USA stark gestiegen und wird weiter steigen. die christliche Dominanz ist im Schwinden. Die religiöse Rechte wird da sicherlich noch ein bißchen zucken und Ärger machen, aber ihre besten Tage hat sie hinter sich; ich glaube auch nicht, dass Homosexualität da wirklich wieder geächtet werden wird, dafür ist der gesellschaftliche Fortschritt zu weit.
Post edited November 13, 2016 by morolf
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morolf: Bezüglich Trump kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass jetzt der große rollback mit Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen kommt, das sind doch eigentlich eher Themen der religiösen Rechten, während Trumps Unterstützer auch viele eher säkular eingestellte Menschen umfassen, für die eher Themen wie Wirtschaft und Einwanderung zentral sind.
Aber müssen wir abwarten. Vielleicht wirds ja wirklich ganz schlimm, auf sowas wie bei Bush II habe ich auch keine Lust. Hoffentlich kommt es anders.
Ich respektiere deinen Wunsch nun über die AfD nicht weiterdiskutieren zu wollen. Aber dahingehend noch der Hinweis: Das müssen wir dennoch beizeiten, möglichst schnell auch machen. Das Problem ist auch nicht nur Trump allein, sondern eben das Wertemodell. Glaubst du wirklich, dass sich nur ein Hauch ändern wird? Klar: Wir müssen jetzt abwarten. Die Menschen haben aber dennoch Angst. Dann sage mir einmal: Wohin sollen die Menschen, die sich selbst zu einer Minderheit zählen, hin mit ihren Ängsten? Es ist ja auch so, dass sie dann immer wieder Vorurteilen und auch Angriffen ausgesetzt sind. Ich habe nicht umsonst weiter oben über fehlende Empathie geschrieben. Ich kann Wortkonstrukte wie "Social Justice Warriors" schon längst nicht mehr hören: Es Kategorien und Schubladen geschaffen und Alle über einen Kamm geworfen. Das ist ein gesamtheitliches Problem hinsichtlich der Mentalität. Man könnte das doch sehr einfach bewältigen wenn man nur simple Fragen wie "Was bewegt dich denn?" stellen würde, aber genau das machen wir nicht!
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morolf: Bezüglich Trump kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass jetzt der große rollback mit Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen kommt, das sind doch eigentlich eher Themen der religiösen Rechten, während Trumps Unterstützer auch viele eher säkular eingestellte Menschen umfassen, für die eher Themen wie Wirtschaft und Einwanderung zentral sind.
Aber müssen wir abwarten. Vielleicht wirds ja wirklich ganz schlimm, auf sowas wie bei Bush II habe ich auch keine Lust. Hoffentlich kommt es anders.
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throgh: Ich respektiere deinen Wunsch nun über die AfD nicht weiterdiskutieren zu wollen. Aber dahingehend noch der Hinweis: Das müssen wir dennoch beizeiten, möglichst schnell auch machen. Das Problem ist auch nicht nur Trump allein, sondern eben das Wertemodell. Glaubst du wirklich, dass sich nur ein Hauch ändern wird? Klar: Wir müssen jetzt abwarten. Die Menschen haben aber dennoch Angst. Dann sage mir einmal: Wohin sollen die Menschen, die sich selbst zu einer Minderheit zählen, hin mit ihren Ängsten? Es ist ja auch so, dass sie dann immer wieder Vorurteilen und auch Angriffen ausgesetzt sind. Ich habe nicht umsonst weiter oben über fehlende Empathie geschrieben. Ich kann Wortkonstrukte wie "Social Justice Warriors" schon längst nicht mehr hören: Es Kategorien und Schubladen geschaffen und Alle über einen Kamm geworfen. Das ist ein gesamtheitliches Problem hinsichtlich der Mentalität. Man könnte das doch sehr einfach bewältigen wenn man nur simple Fragen wie "Was bewegt dich denn?" stellen würde, aber genau das machen wir nicht!
Ich verstehe diese Ängste einfach nicht so recht...man kann sicherlich vermuten, dass Trump ein übler Präsident werden könnte, als typischer Republikaner eben (also gegen Arbeitnehmerrechte und Umweltschutz, Steuerkürzungen für Reiche und allgemeiner Staatsabbau...). Aber dass er "Minderheiten" aktiv verfolgt? Halte ich für sehr unwahrscheinlich.